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Basics

„Ach, nur so ein Basicteil.“
Kennt ihr solche Aussagen von euch selbst? Warum wertet man eigentlich immer die schlichten und einfachen Basisteile ein wenig ab?

Klar ist es toll echte Hingucker zu fertigen. Teile, die in den Augen Entdeckerlust hervorrufen. Aber auch Basics haben es verdient geliebt zu werden! Denn auch schlicht kann manchmal nicht schlecht sein.

Dieses graue Basicshirt aus Modal von Lillestoff nach dem neuen Schnitt von Lumali hat mich heute zum Nachdenken gebracht.
In den letzten Monaten regt sich in mir eine gewisse Umbruchstimmung.
Dabei gehts gar nicht um großartige Veränderungen in den klassischen Lebensbereichen wie Arbeit oder in meinen Beziehungen zu wichtigen Menschen. Sondern auch ein wenig um die Frage nach der Basis. Und insbesondere um die Basis des Wohlfühlens, des Familienlebens, des Kinderaufziehens. Den Sinn des Lebens. Meinen. Nicht mehr *lach*.

Noch nie in meinem Leben war ich gymnastisch begabt. Aber eins habe ich in den letzten Jahren gelernt – gezwungenermaßen – den Spagat.

Einen Spagat zwischen pragmatischen Kompromissen, Pflicht und inneren Wünschen.
Im Alter von 18 Jahren hatte ich – als große Träumerin – die Idee, dass alles möglich und erfüllbar sei. Wenn man es nur ganz stark verfolgt, sich engagiert, der Neugier nachgeht. Diese naive Herangehensweise hat mir (bis heute) zu wundervollen Erfahrungen verholfen, mich auf große Reisen in ferne Länder mitgenommen, mich zur verliebten Pferdebesitzerin, Teilzeitbäurin, zur Einzelunternehmerin gemacht und mir unterschiedlichste wichtige Erfahrungen geschenkt.
Ich habe auch des Öfteren Lehrgeld bezahlt, meine Sicht auf Menschen geändert.

Und ich gebe zu, Anfang 30 trat eine andere Komponente in Erscheinung. Eine, die ich bis dahin noch gar nicht so sehr wahrgenommen hatte. Ernüchterung. 
Aus den Träumen vom freien Leben am Land, mit Tieren, Wald und Wiesen wurde – aus Mangel an finanziellen Mitteln für einen Hauskauf – eine Stadtwohnung mit unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis. Ohne Wald. Ohne Wiesen. Dafür mit Siedlungsanschluss und jeder Menge Beton und Asphalt. Ein Kompromiss. Einer von vielen. Jammern auf hohem Niveau *zwinker*.

In meinem Alltag pendle ich zwischen dem Perfektionsanspruch in der Arbeit und dem Leben als Mama eines neugierigen Energiebündels, das mir jede Menge Akkuleistung abverlangt. Das mag sich jetzt klagend lesen. Nein. Das soll es gar nicht sein. Denn ich liebe meine Arbeit und na klar liebe ich mein Kind und meine Familie umso mehr. Beiden Rollen gerecht zu werden. Ja, da brauchts aber tatsächlich jede Menge Gymnastik und Verrenkungen.

Nun, worauf will sie denn hinaus?!
In den letzten Monaten hat meine Basis gewackelt. Meine gesundheitliche. Und zwar ganz gewaltig. Aus dem Spagat wurde zeitenweise ein dreifach gesprungener Rittberger mit 4fach-Schraube (gibts so was?!). Dazu gesellten sich Sorgen, Ängste und noch mehr Kompromisse. Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich beschlossen habe diese Basis auf breitere Füsse zu stellen. Meinen Körper stark zu machen (sofern er denn mitmacht), wieder mehr Träume ins Leben zu lassen. Mehr Abenteuer, weniger Pragmatismus. 
Mehr Wiesen, Wald und Meer anstatt Betonwüste und Kleingärtnerei. 
Genau das ist nämlich die Basis, die ich auch meinem Sohn vermitteln möchte.
Scharfe Sinne. Offene Augen. Wacher Geist.

Lasst uns nie aufhören zu träumen!

Ein Wort noch zum Shirt – dem „Knopfkind“, welches Freitag nächste Woche bei Lumali erscheint. Es ist ein Basicshirt mit schräger Knopfleiste, die man sowohl mit Druckknöpfen als auch mit echten Knöpfen und netten Verschlussschlaufen versehen kann. Luzie plant zudem einen Einführungspreis und ein ganz besondere Special für alle, die am nächsten Wochenende auf Zack sind. Neugierig? Dann schaut nächste Woche mal bei Lumali vorbei.

Habts fein ihr Herzen,
Anna

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