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Kinderbuch MEER! [Buchtipp]

The ocean is everything I want to be. Beautiful, mysterious, wild & free. Selten hat mich in letzter Zeit ein Kinderbuch so sehr begeistert wie dieses. Es mag daran liegen, dass das Thema Meer hier in unserer Seglerfamilie ein Dauerbrenner ist. Aber nicht nur aus diesem Grund hatte mich das Buch in meinem Lieblingsbuchladen, dem Büchersegler, sofort in seinen Bann gezogen. Das Kinderbuch „MEER! – das Wissens- und Mitmachbuch“ von Piotr Karski aus dem Moritz Verlag ist ein richtig dicker Schmöker und beschäftigt sich auf vielen wunderbar illustrierten Seiten mit dem großen Ozean. [Werbung – unbeauftragt – unbezahlt] Es animiert Kinder im Alter von 8-10 Jahren (empfohlenes Alter) sich auf verschiedenste Weise mit Themen rund um das Meer auseinanderzusetzen. Ob die Tierwelt, Schifffahrt, das Wetter, physikalische Versuche rund um das Wasser, Umweltschutzthemen. Nahezu jeder Aspekt rund um die Ozeane wird auf spielerische Art und Weise den Kindern näher gebracht. Im Mitmachbuch lernt man wie man ein Floß und ein Uboot baut, welche Fische in der Tiefsee wohnen und wie sie sich tarnen. Es nimmt Bernsteine …

Gewinnen und Verlieren – eine Zerreißprobe

Manchmal vermisse ich dich, obwohl du neben mir bist, mein Großer. Wir stehen uns gegenüber. Frustriert. Und können nicht aus unserer Haut. Wie gerne würden wir den gemeinsamen Moment genießen. Stattdessen keifen wir wie die alten Waschweiber. Wegen Nichtigkeiten. Aber was ist bloß passiert? Ist es die wackelnde Seele zu den wackelnden Zähnen? Oder ist es die neue Situation zu Viert? Die Müdigkeit und Erschöpfung, nach einer virenreichen Winterzeit? Wohl von allem etwas. Du wirst sehen, die Umstellung von einem auf zwei Kinder ist viel kleiner als die beim Ersten!, haben sie gesagt. Aber diese Weisheit trifft hier nur bedingt zu. Natürlich bringt das erste Kind einen ungeahnten , kompletten Lebenswandel mit sich. Keine Frage. Die Alltagsroutine mit Kind ist in vielen Belangen beim Zweiten bekannt. Dennoch gibt es für mich einen großen Unterschied, wenn auf einmal zwei da sind, die dich brauchen. Liebe kann man verdoppeln, wenn man sie teilt. Die kannst du auch verdrei- bzw. vervielfachen. Wenn es nur darum ginge, könnten wir noch 5 weitere Kinder bekommen. Doch Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit, …

Vom Tragen und Getragen sein

[Werbung] Kennt ihr die Geschichte vom kleinen Bär und kleinen Tiger auf Schatzsuche? Als sie müde sind und sich gegenseitig ein Stückl tragen? Oder werdet ihr vielleicht grundsätzlich von eurem Liebsten auf Händen getragen? Nein? Nicht immer?! Pffa, dabei müsste das doch international als Standard ausgerufen werden, oder?! Ich möchte jetzt nicht in die große Schubladenkerbe schlagen und „Tragen ist Liebe“ sagen. Ihr erinnert euch an den großen Bohei, der durch diesen Satz im Stillkontext losgetreten wurde? Aber hey! Es ist so. Zumindest für uns. Meine beiden Söhne sind sensible, feinfühlige Kerle, denen von Anfang an Körpernähe ganz viel Ruhe und Entspannung vermittelt hat. Geborgenheit. Das Tragen beschränkt sich in diesem Fall nicht auf den Transport und die Bequemlichkeit. Es ist viel mehr eine geballte Ladung Kontakt, Wärme und „geliebt sein“. Ein „ich bin für dich da“ und ein „ich bin dir ganz nah“. Genau aus diesen Gründen empfinde ich es als sehr wertvoll. Nicht nur für die Kleinen. Auch für mich. So verbringen wir die meisten Spaziergänge auf quasi „Augenhöhe“ und schauen uns die …

Mit Sieben…

Ich gebe zu, ich habe heimlich nochmal kurz nachgerechnet. Sieben? Wirklich? Ja, tatsächlich. Du bist schon so groß. Und ja, ich kann es auch sehen und spüren – dein Wachsen. Dein Aufstreben. Deine Entwicklung zu einer ganz besonderen, eigenständigen Persönlichkeit. In diesem Jahr bist du stark gewachsen. Körperlich – denn alle zwei Monate musste gefühlt der gesamte Kleiderschrank neu ausgestattet werden. Aber vorallem auch innerlich. Erst der Abschied vom Kindergarten. Den du dir zwar eigentlich schon deutlich ersehnt hast, der dir aber dennoch schwer fiel. Freunde zurücklassen. Sie nicht mehr täglich sehen zu können. Du warst sehr skeptisch, was danach kommen würde. Mit dem Wissen von heute wärest du wohl deutlich beruhigter gewesen. Im Sommer gabs viele erste Male und Abenteuer. Du hast Bäume gefällt, warst klettern und wandern, und bist kilometerweit getaucht und geschwommen. Und dann warst du plötzlich nicht mehr alleine. Warst plötzlich ein großer Bruder. Sehr stolz, sehr verliebt, aber auch verunsichert und teil überfordert mit der damit einher gehenden Umstellung. Auf einmal war da noch jemand, der speziell anfangs mit viel …

Von Projekten und Blasen… oder ein Plädoyer für mehr Wir

[Werbung*] Weihnachten rückt näher und die Vorweihnachtszeit treibt die meisten von uns gestresst durch den Dezember. Gilt es doch noch so viel zu erledigen, bis zum Christkind und den Ferien.  Auch wir Krawallos freuen uns schon auf ein paar Tage Auszeit vom Alltag, jetzt, wo wir uns in unserem neuen Leben zu viert recht gut eingespielt haben. Schon lange brennt mir ein Thema unter den Nägeln und welche Zeit wäre besser geeignet für einen Gedankenpost als die „besinnlichste“ Zeit des Jahres?! Ein bekannter Baumarkt beschäftigt sich in seinem Werbeslogan mit dem Schlagwort „Projekt“.  Ihr kennt die kurzen Spots eventuell. Und an genau diese muss ich momentan des Öfteren denken.  Nicht aber, aufgrund des Bedarfs an Heimwerkermaterial, sondern, weil mir insgesamt die letzte Zeit als große Ära der Projekte entgegenschwappt. Und mir damit auch zu Denken gibt. Dank großartiger VorkämpferInnen in vergangenen Jahrzehnten, und auch dank dem Umstand, dass wir im europäischen Reichtum und Überfluss geboren sind, können wir uns einen ausgeprägten Individualismus leisten. Was gut ist! Und mit Sicherheit jedem Menschen mehr Freiheit und inneren …

Goldregen

[Werbung*] Als sie mich gefragt hat, ob ich ihren Goldregen vernähen möchte, habe ich erstmal langsam an mir hinunter gesehen. Auf der Couch sitzend. Stillend. Mein – ein paar Wochen altes – Baby.  Hatte ich überhaupt die Zeit für so ein Projekt? Die Energie? Den passenden Körper um im eleganten Kleid vor die Kamera zu treten? Wenige Wochen nach der Geburt des kleinen Matrosen. An den ersten Tagen, als der Kleine da war, fühlte ich mich federleicht. Beweglich und schlank. Trotz vorhandenem Nachschwangerschaftsbauch. Schon unglaublich dieses Gefühl, wenn die große Kugel nicht mehr unterm Brustbein die Sicht auf alles Darunterliegende versperrt. Doch nach den ersten Wochen hat der Körper nachjustiert. Und man nimmt ihn wieder wahr – den Bauch, der nicht mehr ganz so charmant aussieht wie davor mit zuckersüßem Inhalt. Ich war also unsicher. Wollte ich mich schon zeigen? Ja, ich wollte! Denn was sind die paar Kilo Speck gegen all den Goldregen an Gefühlen, der über uns in diesem Jahr übergeströmt ist. Ein Glücksschauer! Goldregen, von meiner liebsten wilden Matrossel ist ein raffiniertes …

Upcycling Adventkalender – Bullit!

Jetzt läuft er wieder –  der Countdown bis Weihnachten. Und auch dieses Jahr habe ich für den Kleinkrawallo die übers Jahr gesammelten Klopapierrollen zu einem Adventkalender upgecycled. Ein paar Nächte und Kurzschlafpausen des kleinen Matrosen habe ich dafür genutzt. Mit kleinem Baby geht ja alles ein bissl langsamer voran. 96 Moosgummireifen im Retrostil, 24 Styroporkugel – Rallyehelme, etwas Silber- und Schwarzlackierung, eine Klammermaschine und Nummernetiketten waren dazu notwendig. Befestigt habe ich den Kalender auf einer Strasse aus Tonpapier an der Wand. Die Bulletcars erhalten ihre Bodenhaftung durch Klettklebepunkte. Eine lustige Bastelei, die auch ganz nett aussieht und meinem kleinen Kerlo hoffentlich ein strahlendes Blitzen in die Augen zaubern wird. Der kleine Matrose hingegen muss noch ein Jahr warten, bis er einen eigenen Adventkalender bekommt. Noch reichts ihm, wenn er das „Stillbusentürchen täglich mehrmals öffnen darf. Bastelt ihr euren Kindern die Adventkalender auch selbst? Oder kauft ihr sie lieber? Sind bei euch kleine Geschenke, Süßes oder Bilder hinter den „Türchen“ verborgen. Seit ein paar Jahren gibt es bei uns einen Mix aus kleinen geschenkten, gemeinsamen Aktivitäten, …

Babys erste Klamotten

Werbung* So sahst du aus, vor ein paar Wochen. Mein kleiner Matrose. Damals noch ein kleiner Indianer – hautfarbentechnisch. Und bist du schon so viel größer, stabiler, wacher. Als am Ende der Schwangerschaft immer klarer wurde, dass wohl alles gut gehen kann, kam das perfekte Projekt um die Ecke. Ein Wartezeitverkürzer – und Vorfreudeprojekt. Sandra von Lila Lotta hat sich erstmals auch an das Erstellen von Schnittmustern gewagt und diese im vor Kurzem erschienenen Buch “ Nähen mit Jersey – Designer Edition“ vorgestellt. Neben ihren 3 namhaften Kolleginnen Andrea von Jolijou, Pauline von Klimperklein & Anke von Cherrypicking, die sich um die jugendlicheren und Kleinkinderschnitte gekümmert haben, hat Sandra sich der Kleinsten angenommen. Eine Lilalotta Babykollektion. Und sie fragte mich, ob ich beim Probenähen dabei sein wollte. In vielen heißen Julinächten sind hier also ein paar süße Klamotten in Newborn-Größe 50 entstanden. Auch wenn ich ahnte, dass er sie nicht lange tragen würde können. Ich wollte den kleinen Kerl mit ein paar selbtgenähten Werken willkommen heissen. Bis auf ein Kleidchen, sind die Schnitte großteils sowohl für …

Das Wochenbett… keine Romanze, oder doch?!

Gleich vorweg. Jetzt wirds eventuell unromantisch. Ist aber auch nicht schlimm. Ich werde mich nicht lange dran erinnern. Vergesse ich doch momentan alles, was ein paar Stunden zurückliegt. Unlängst wusste ich nicht mal mehr ob ich morgens geduscht habe. Der Herr Krawallo ist da aber stillhirnsolidarisch und wusste es auch nicht. Vermutlich erwartet uns also bei der Warmwasserabrechnung für die Wochenbettzeit eine saftige Nachzahlung. *lach* „Das Wochenbett – eine himmlische Zeit“, so sagen sie.  Die zauberhafte Zeit des Ruhens und Genießens. In der man von Verwandten umsorgt im Bett liegt, das friedlich schlafende Baby anhimmelt und wechselweise kuschelt, wenn man nicht gerade an seinem Köpfchen schnuppert. Ja eh. Aber ich behaupte mal ganz subjektiv. Beim ersten Kind. Eventuell. Oder als SuperMom. From outta space. Oder aber, diese Aussagen sind dem Umstand des Vergessens geschuldet. Denn auch ich hatte schon so manches Deja Vu – Erlebnis und so Einiges aus der Anfangsbabyzeit  mit dem ersten Kerlo schlichtweg vergessen. Eine himmlische Zeit also. Es ist aber auch die Zeit, in der man schon beim kleinsten Gedanken an …

Der Ernst des Lebens

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben,  einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen  <Astrid Lindgren> Mein Großer, Jetzt ist er also da. Der Tag der Tage. Der erste Schultag. Ein Tag, dem du freudig und stolz, aber auch skeptisch entgegenblickst. Und wir auch, das sage ich dir ganz ehrlich. Ich gebe zu, es gab einige Tage, an denen ich mich in den letzten Jahren bewusst gefreut habe, dass wir noch nicht an das Schulsystem gebunden sind. Dass wir unsere Tage noch freier gestalten und uns die Urlaubszeit aus freien Stücken einteilen können. Mal einen Tag blau machen im Kindergarten und Zeit miteinander verbringen, weils grad so schön ist draußen, oder einfach nur, weil wir ausschlafen oder gemeinsam sein wollen. All dies ändert sich jetzt und wir werden uns wohl alle ein Bisschen an die disziplinierte Routine gewöhnen müssen. „Der Ernst des Lebens“ – so nennen manche Leute die Schulzeit. Und diese Bezeichnung sagt schon sehr viel über die Erfahrungen und auch Erwartungshaltungen aus, die manche mit diesen vielen Jahren gedanklich verknüpfen. …