Alle Artikel mit dem Schlagwort: Persönliches

Gewinnen und Verlieren – eine Zerreißprobe

Manchmal vermisse ich dich, obwohl du neben mir bist, mein Großer. Wir stehen uns gegenüber. Frustriert. Und können nicht aus unserer Haut. Wie gerne würden wir den gemeinsamen Moment genießen. Stattdessen keifen wir wie die alten Waschweiber. Wegen Nichtigkeiten. Aber was ist bloß passiert? Ist es die wackelnde Seele zu den wackelnden Zähnen? Oder ist es die neue Situation zu Viert? Die Müdigkeit und Erschöpfung, nach einer virenreichen Winterzeit? Wohl von allem etwas. Du wirst sehen, die Umstellung von einem auf zwei Kinder ist viel kleiner als die beim Ersten!, haben sie gesagt. Aber diese Weisheit trifft hier nur bedingt zu. Natürlich bringt das erste Kind einen ungeahnten , kompletten Lebenswandel mit sich. Keine Frage. Die Alltagsroutine mit Kind ist in vielen Belangen beim Zweiten bekannt. Dennoch gibt es für mich einen großen Unterschied, wenn auf einmal zwei da sind, die dich brauchen. Liebe kann man verdoppeln, wenn man sie teilt. Die kannst du auch verdrei- bzw. vervielfachen. Wenn es nur darum ginge, könnten wir noch 5 weitere Kinder bekommen. Doch Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit, …

Vom Tragen und Getragen sein

[Werbung] Kennt ihr die Geschichte vom kleinen Bär und kleinen Tiger auf Schatzsuche? Als sie müde sind und sich gegenseitig ein Stückl tragen? Oder werdet ihr vielleicht grundsätzlich von eurem Liebsten auf Händen getragen? Nein? Nicht immer?! Pffa, dabei müsste das doch international als Standard ausgerufen werden, oder?! Ich möchte jetzt nicht in die große Schubladenkerbe schlagen und „Tragen ist Liebe“ sagen. Ihr erinnert euch an den großen Bohei, der durch diesen Satz im Stillkontext losgetreten wurde? Aber hey! Es ist so. Zumindest für uns. Meine beiden Söhne sind sensible, feinfühlige Kerle, denen von Anfang an Körpernähe ganz viel Ruhe und Entspannung vermittelt hat. Geborgenheit. Das Tragen beschränkt sich in diesem Fall nicht auf den Transport und die Bequemlichkeit. Es ist viel mehr eine geballte Ladung Kontakt, Wärme und „geliebt sein“. Ein „ich bin für dich da“ und ein „ich bin dir ganz nah“. Genau aus diesen Gründen empfinde ich es als sehr wertvoll. Nicht nur für die Kleinen. Auch für mich. So verbringen wir die meisten Spaziergänge auf quasi „Augenhöhe“ und schauen uns die …

Mit Sieben…

Ich gebe zu, ich habe heimlich nochmal kurz nachgerechnet. Sieben? Wirklich? Ja, tatsächlich. Du bist schon so groß. Und ja, ich kann es auch sehen und spüren – dein Wachsen. Dein Aufstreben. Deine Entwicklung zu einer ganz besonderen, eigenständigen Persönlichkeit. In diesem Jahr bist du stark gewachsen. Körperlich – denn alle zwei Monate musste gefühlt der gesamte Kleiderschrank neu ausgestattet werden. Aber vorallem auch innerlich. Erst der Abschied vom Kindergarten. Den du dir zwar eigentlich schon deutlich ersehnt hast, der dir aber dennoch schwer fiel. Freunde zurücklassen. Sie nicht mehr täglich sehen zu können. Du warst sehr skeptisch, was danach kommen würde. Mit dem Wissen von heute wärest du wohl deutlich beruhigter gewesen. Im Sommer gabs viele erste Male und Abenteuer. Du hast Bäume gefällt, warst klettern und wandern, und bist kilometerweit getaucht und geschwommen. Und dann warst du plötzlich nicht mehr alleine. Warst plötzlich ein großer Bruder. Sehr stolz, sehr verliebt, aber auch verunsichert und teil überfordert mit der damit einher gehenden Umstellung. Auf einmal war da noch jemand, der speziell anfangs mit viel …

Von Projekten und Blasen… oder ein Plädoyer für mehr Wir

[Werbung*] Weihnachten rückt näher und die Vorweihnachtszeit treibt die meisten von uns gestresst durch den Dezember. Gilt es doch noch so viel zu erledigen, bis zum Christkind und den Ferien.  Auch wir Krawallos freuen uns schon auf ein paar Tage Auszeit vom Alltag, jetzt, wo wir uns in unserem neuen Leben zu viert recht gut eingespielt haben. Schon lange brennt mir ein Thema unter den Nägeln und welche Zeit wäre besser geeignet für einen Gedankenpost als die „besinnlichste“ Zeit des Jahres?! Ein bekannter Baumarkt beschäftigt sich in seinem Werbeslogan mit dem Schlagwort „Projekt“.  Ihr kennt die kurzen Spots eventuell. Und an genau diese muss ich momentan des Öfteren denken.  Nicht aber, aufgrund des Bedarfs an Heimwerkermaterial, sondern, weil mir insgesamt die letzte Zeit als große Ära der Projekte entgegenschwappt. Und mir damit auch zu Denken gibt. Dank großartiger VorkämpferInnen in vergangenen Jahrzehnten, und auch dank dem Umstand, dass wir im europäischen Reichtum und Überfluss geboren sind, können wir uns einen ausgeprägten Individualismus leisten. Was gut ist! Und mit Sicherheit jedem Menschen mehr Freiheit und inneren …

Goldregen

[Werbung*] Als sie mich gefragt hat, ob ich ihren Goldregen vernähen möchte, habe ich erstmal langsam an mir hinunter gesehen. Auf der Couch sitzend. Stillend. Mein – ein paar Wochen altes – Baby.  Hatte ich überhaupt die Zeit für so ein Projekt? Die Energie? Den passenden Körper um im eleganten Kleid vor die Kamera zu treten? Wenige Wochen nach der Geburt des kleinen Matrosen. An den ersten Tagen, als der Kleine da war, fühlte ich mich federleicht. Beweglich und schlank. Trotz vorhandenem Nachschwangerschaftsbauch. Schon unglaublich dieses Gefühl, wenn die große Kugel nicht mehr unterm Brustbein die Sicht auf alles Darunterliegende versperrt. Doch nach den ersten Wochen hat der Körper nachjustiert. Und man nimmt ihn wieder wahr – den Bauch, der nicht mehr ganz so charmant aussieht wie davor mit zuckersüßem Inhalt. Ich war also unsicher. Wollte ich mich schon zeigen? Ja, ich wollte! Denn was sind die paar Kilo Speck gegen all den Goldregen an Gefühlen, der über uns in diesem Jahr übergeströmt ist. Ein Glücksschauer! Goldregen, von meiner liebsten wilden Matrossel ist ein raffiniertes …

Babys erste Klamotten

Werbung* So sahst du aus, vor ein paar Wochen. Mein kleiner Matrose. Damals noch ein kleiner Indianer – hautfarbentechnisch. Und bist du schon so viel größer, stabiler, wacher. Als am Ende der Schwangerschaft immer klarer wurde, dass wohl alles gut gehen kann, kam das perfekte Projekt um die Ecke. Ein Wartezeitverkürzer – und Vorfreudeprojekt. Sandra von Lila Lotta hat sich erstmals auch an das Erstellen von Schnittmustern gewagt und diese im vor Kurzem erschienenen Buch “ Nähen mit Jersey – Designer Edition“ vorgestellt. Neben ihren 3 namhaften Kolleginnen Andrea von Jolijou, Pauline von Klimperklein & Anke von Cherrypicking, die sich um die jugendlicheren und Kleinkinderschnitte gekümmert haben, hat Sandra sich der Kleinsten angenommen. Eine Lilalotta Babykollektion. Und sie fragte mich, ob ich beim Probenähen dabei sein wollte. In vielen heißen Julinächten sind hier also ein paar süße Klamotten in Newborn-Größe 50 entstanden. Auch wenn ich ahnte, dass er sie nicht lange tragen würde können. Ich wollte den kleinen Kerl mit ein paar selbtgenähten Werken willkommen heissen. Bis auf ein Kleidchen, sind die Schnitte großteils sowohl für …

Das Wochenbett… keine Romanze, oder doch?!

Gleich vorweg. Jetzt wirds eventuell unromantisch. Ist aber auch nicht schlimm. Ich werde mich nicht lange dran erinnern. Vergesse ich doch momentan alles, was ein paar Stunden zurückliegt. Unlängst wusste ich nicht mal mehr ob ich morgens geduscht habe. Der Herr Krawallo ist da aber stillhirnsolidarisch und wusste es auch nicht. Vermutlich erwartet uns also bei der Warmwasserabrechnung für die Wochenbettzeit eine saftige Nachzahlung. *lach* „Das Wochenbett – eine himmlische Zeit“, so sagen sie.  Die zauberhafte Zeit des Ruhens und Genießens. In der man von Verwandten umsorgt im Bett liegt, das friedlich schlafende Baby anhimmelt und wechselweise kuschelt, wenn man nicht gerade an seinem Köpfchen schnuppert. Ja eh. Aber ich behaupte mal ganz subjektiv. Beim ersten Kind. Eventuell. Oder als SuperMom. From outta space. Oder aber, diese Aussagen sind dem Umstand des Vergessens geschuldet. Denn auch ich hatte schon so manches Deja Vu – Erlebnis und so Einiges aus der Anfangsbabyzeit  mit dem ersten Kerlo schlichtweg vergessen. Eine himmlische Zeit also. Es ist aber auch die Zeit, in der man schon beim kleinsten Gedanken an …

5 Fragen am Fünften (April)

Fünf Fragen am Fünften, das ist die grandiose Serie auf Luziapiminellas Blog, die zum Nachdenken anregt, Persönliches hervorbringt und einfach Spaß macht.  Ihr meint heute sei schon der Siebte? Uh ja, da habt ihr wohl recht. Aber wir ziehen das jetzt trotzdem durch, einverstanden? Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne Mal eine wilde Party feiern? Gar nicht so einfach die Frage, denn am Allerliebsten feiere ich mit Leuten, die ich kenne und mag. Könnte ich durch eine Party bekannte Menschen kennenlernen, würde ich erstmal für guten Sound sorgen und beispielsweise George Clinton & die Parliament Funkadelics einladen. Selten war ich auf einem cooleren Konzert. Gov`t Mule, Turkuaz und Mike Love könnten auch gerne spielen, und Prince, würde er noch leben. Zum Frühstück am nächsten Tag gäbe es dann noch Musik von Avishai Cohen oder den kubanischen Buena Vistas. Mit Adriano Celentano würde ich unglaublich gerne feiern. Sein Elan, sein Humor, seine Körperlichkeit und Ausstrahlung habe ich schon als Kind bewundert. Und auch heute bewundere ich diesen Mann für seine Selbstironie und sein Charisma. Auch …

Fünf Fragen am Fünften…

… stellt Nic von Luziapimpinella sich selbst und auch an uns. Bei den Fünf Fragen am Fünften/März habe ich es endlich geschafft mit einzusteigen. Lese ich doch selbst sehr gerne Persönliches über andere. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen!  Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann? Vermutlich ein leichtes, mediterranes 3-Gänge-Menü. Italienisch. Von ganz unten aus dem Süden.  Warum 3 Gänge? Na weil ich mich so überhaupt nicht auf eine einzige Speise festlegen kann. Als Viel- und Gernfraß bekannt, liebe ich verschiedenste Geschmacksrichtungen und ihre Feinheiten. Ob afrikanische Matooke mit Bohnen, asiatische Currys, Steak mit Süßkartoffelpürree, Sushi, Momos, österreichische Schmankerl, spanische Tapas oder mediterraner Fisch mit Gemüse. Für Nahrungsmittel kann ich mich richtig begeistern. Der samstägliche Einkauf auf unserem Biobauernmarkt oder die eigene Ernte aus dem Garten bescheren mir, ohne Schmarrn, ein Glücksgefühl. So gar nicht klappts mit fettigem Zeugs und Hefe. Auch wenn ich immer wieder schwach werde. Durch eine Histaminunverträglichkeit verbringe ich dann die Nächte danach mit schlechtem Gewissen und allen möglichen Zuständen. Na bumm, jetzt habe ich …