Alle Artikel mit dem Schlagwort: KleinKrawallo

Gewinnen und Verlieren – eine Zerreißprobe

Manchmal vermisse ich dich, obwohl du neben mir bist, mein Großer. Wir stehen uns gegenüber. Frustriert. Und können nicht aus unserer Haut. Wie gerne würden wir den gemeinsamen Moment genießen. Stattdessen keifen wir wie die alten Waschweiber. Wegen Nichtigkeiten. Aber was ist bloß passiert? Ist es die wackelnde Seele zu den wackelnden Zähnen? Oder ist es die neue Situation zu Viert? Die Müdigkeit und Erschöpfung, nach einer virenreichen Winterzeit? Wohl von allem etwas. Du wirst sehen, die Umstellung von einem auf zwei Kinder ist viel kleiner als die beim Ersten!, haben sie gesagt. Aber diese Weisheit trifft hier nur bedingt zu. Natürlich bringt das erste Kind einen ungeahnten , kompletten Lebenswandel mit sich. Keine Frage. Die Alltagsroutine mit Kind ist in vielen Belangen beim Zweiten bekannt. Dennoch gibt es für mich einen großen Unterschied, wenn auf einmal zwei da sind, die dich brauchen. Liebe kann man verdoppeln, wenn man sie teilt. Die kannst du auch verdrei- bzw. vervielfachen. Wenn es nur darum ginge, könnten wir noch 5 weitere Kinder bekommen. Doch Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit, …

Mit Sieben…

Ich gebe zu, ich habe heimlich nochmal kurz nachgerechnet. Sieben? Wirklich? Ja, tatsächlich. Du bist schon so groß. Und ja, ich kann es auch sehen und spüren – dein Wachsen. Dein Aufstreben. Deine Entwicklung zu einer ganz besonderen, eigenständigen Persönlichkeit. In diesem Jahr bist du stark gewachsen. Körperlich – denn alle zwei Monate musste gefühlt der gesamte Kleiderschrank neu ausgestattet werden. Aber vorallem auch innerlich. Erst der Abschied vom Kindergarten. Den du dir zwar eigentlich schon deutlich ersehnt hast, der dir aber dennoch schwer fiel. Freunde zurücklassen. Sie nicht mehr täglich sehen zu können. Du warst sehr skeptisch, was danach kommen würde. Mit dem Wissen von heute wärest du wohl deutlich beruhigter gewesen. Im Sommer gabs viele erste Male und Abenteuer. Du hast Bäume gefällt, warst klettern und wandern, und bist kilometerweit getaucht und geschwommen. Und dann warst du plötzlich nicht mehr alleine. Warst plötzlich ein großer Bruder. Sehr stolz, sehr verliebt, aber auch verunsichert und teil überfordert mit der damit einher gehenden Umstellung. Auf einmal war da noch jemand, der speziell anfangs mit viel …

Der Ernst des Lebens

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben,  einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen  <Astrid Lindgren> Mein Großer, Jetzt ist er also da. Der Tag der Tage. Der erste Schultag. Ein Tag, dem du freudig und stolz, aber auch skeptisch entgegenblickst. Und wir auch, das sage ich dir ganz ehrlich. Ich gebe zu, es gab einige Tage, an denen ich mich in den letzten Jahren bewusst gefreut habe, dass wir noch nicht an das Schulsystem gebunden sind. Dass wir unsere Tage noch freier gestalten und uns die Urlaubszeit aus freien Stücken einteilen können. Mal einen Tag blau machen im Kindergarten und Zeit miteinander verbringen, weils grad so schön ist draußen, oder einfach nur, weil wir ausschlafen oder gemeinsam sein wollen. All dies ändert sich jetzt und wir werden uns wohl alle ein Bisschen an die disziplinierte Routine gewöhnen müssen. „Der Ernst des Lebens“ – so nennen manche Leute die Schulzeit. Und diese Bezeichnung sagt schon sehr viel über die Erfahrungen und auch Erwartungshaltungen aus, die manche mit diesen vielen Jahren gedanklich verknüpfen. …

Käpt`n Knoop

Der Frühling. Er riecht nach neu erwachtem Leben, Blumen und bringt die wohlige Wärme zurück, auf die wir uns den ganzen Winter schon freuen. Frühling, das bedeutet: mehr Licht am Tag, mehr Natur, hautschmeichelnde Sonnenspaziergänge und ausgedehnte Nachmittage im Garten. Baumkraxeln, schnitzen, Burgen bauen. Auch wenn der Kleinkrawallo noch ein bissl mit dem dahinschmelzenden Schnee hadert, merke ich ganz deutlich, wie auch ihn diese Aufbruchsstimmung des Frühlings erfasst hat. Alles stürmt nach draußen. Gatschhosenabenteuer und erste Gummistiefelhüpfer in die Lacken sind da ein muss. Genauso wie der wonnige Wechsel zur Übergangsjacke. Und eine eben solche habe ich für den Kleinkrawallo genäht. Inga von Rabaukowitsch hat wieder einen tollen Jackenschnitt entwickelt, einen Allrounder, dessen Style mir sofort direkt ins Herz geschossen ist. Eine Matrosenjacke mit doppelter Knopfreihe!   Der Käpt`n Knoop hat eine Kapuze und einen hohen Kragen, der den Hals ganz wunderbar vor dem Wind schützt. Die Teilungen und Armpatches machen es möglich Stoffe, Strukturen und Farben zu kombinieren. Auch schicke Paspelknopflöcher und Paspeltaschen sind im Ebook enthalten. Für meinen kleinen Seebären habe ich maritime Farben …

Vom Loslassen und Lenken oder Entscheidungen, die getroffen werden müssen

Da habe ich doch gefühlt gerade erst die ersten Eingewöhnungswochen in der Kindergartengarderobe überstanden und nun weht hier seit Wochen eine steife Brise Richtung Schule. Tobsuchtsanfälle, Essenssonderwünsche, Einschlafprobleme. Nichts von diesen Dingen bringt mich selbst so sehr ins Schwitzen wie die Entscheidungen, die gefühlt so stark in unseren gemeinsamen Alltag – unser Leben – eingreifen wie das Thema der „Fremdbetreuung oder Fremdbegleitung“. Mein kleiner, großer Kerlo! Unser Magegrubenthema – zum Start ins Jahr 2018. Schule. Das bedeutet für mich auch die Entscheidung für eine Institution, die nicht nur massgeblich deinen Blick auf das Lernen prägen, sondern auch unserem gemeinsamen Leben noch stärker einen Rhythmus aufzwängen wird. Sie wird einen großen Einfluss auf die Lust oder Unlust haben neugierig zu sein, deinem Forscherdrang nachzugehen und eine neue Welt zu entdecken. Sie kann dein Selbstwertgefühl fördern, dich wachsen lassen, aber schlimmstenfalls große Selbstzweifel und Frust auslösen. Was für eine riesen Verantwortung! Schon im Herbst haben wir uns einige Schulen angesehen und ich war sehr erstaunt wie groß doch tatsächlich die Unterschiede waren. Nie hätte ich gedacht, dass …

Ich sehe dich, und mich

„Er sieht aus wie die Reinkarnation von Kim Jong il.“ Unsere erste schmunzelnde Assoziation, als der Kleinkrawallo vor 5,5 Jahren seinen Unmut über die Raketengeburt auf der Waage kundtat. „Na da ist er ja unser kleiner Weihbischof Krenn“ meinte die Hebamme tags darauf, als es für den kleinen Zwuck zum ersten Mal ins Molkebad ging. Er war nun mal ein echt ausgebackenes Hamsterbäckchen. Von da an wurde bei jedem Besuch verglichen wem von uns Eltern er wohl ähnlich sehen würde. Wobei, verglichen ist zu hoch gegriffen. Eigentlich wurde permanent festgestellt, dass unser kleiner Wonneproppen  „aussieht wie der Papa“. Kein Problem für mich, schaue ich mir auch nach den vielen Jahren ja auch den großen Krawallo noch gerne an *lach* und rein vom Seelenleben habe ich mich in meinem geliebten Sohn schon tagtäglich des Öfteren wiedererkannt. Aber diesmal, bei diesen Bildern, da habe ich mich gefunden – in seinem Gesicht. Und darüber freu ich mich. Eine Latzbux Liekedeler von Rabaukowitsch, habe ich ihm genäht, meinem Seeräuber. Mit verstärkten Knien und einem Pobesatz, eine Outdoorhose perfekt für …

Sonnenkind

Von Geburt an warst du eins. Ein Sonnenkind. Ein Menschlein mit glucksendem Lachen und einem großen Faible für Situationskomik. Schon ganz früh hast du die Sprache für dich entdeckt und ab dem Zeitpunkt deines ersten Wortes war es auch nie mehr leise hier im Haus. Gut, mittlerweile kommt dir wohl auch schon der eine oder andere Fluch über die Lippen. Aber irgendwo muss sie ja auch raus, die innere Unruhe, die mit der Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit einher geht. So sonnig ist dein Gemüt, so offen dein Herz und doch so zerbrechlich dein Nervenkostüm. In traurigen Momenten und an Tagen voller Frustration über Erlebtes, möchte ich dich schützen und stärken, damit dir dein inneres Strahlen nie verloren geht. Denn wenn du dir dieses bewahren kannst, dann bin ich sicher, du wirst alles meistern, was das Leben für dich bereit hält. Für meinen kleinen Strahlemann habe ich schon vor einiger Zeit ein neues Outfit genäht. Einen Oversize-Hoodie „Coom“ aus Strick und eine Bikerhose „Siggi“ von FeeFeeFashion. Der Hoodie ist mit den Teilungen und verschiedenen Kapuzen-und …

Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit.  Sagt man oft. Und dieser Ausdruck geht mir in letzter Zeit immer wieder durch den Kopf. Letztes Kindergartenjahr, erste Gedanken an den Schulbeginn im nächsten Herbst. In manchen Phasen hatte ich das Gefühl die Zeit steht. Das waren oft harte, zähe Phasen, in denen man sich etwas Bewegung und Fortschritt ersehnte. Und dann gibt es Zeiten wie jetzt, an denen ich plötzlich aufschrecke und mir bewusst werde, wie groß du schon bist. Dann freue ich mich dich zu beobachten, in deiner wachsenden Selbständigkeit und gleichzeitig möchte ich den Zeitlupenknopf drücken, um die unbeschwerte Kinderzeit zu verlängern. Alles hat seine Zeit. Und diese Zeit mit dir, mein Herz, ist – schon wieder – eine so großartige! Ich werde es dir nicht zeigen, aber ich habe Bammel vor nächstem Herbst. Wenn die Schule in dein Leben treten und dich in ihre Abläufe und ihre Pflichten hineinziehen wird. Ich habe Angst, dass sie deine unbeschwerte Phantasie erdrücken könnte, dass der Leistungsdruck deinen lebendigen Geist beschweren und Überforderung deine Neugier dämpfen könnte. Wir werden einen …

Anorak in klein

Kalt und nass ists hier zur Zeit. Mein heißgeliebter Sommer ist vorbei. Für diesen Herbst habe ich mir genau VIER Jackenprojekte vorgenommen. Der Herr Krawallo braucht endlich mal einen tollen Weltenbummler, schon allein der Name passt ja wie die Faust aufs Auge. Schön aus Dry Oilskin stell ich mir den vor. (Weihnachten … wäre der Plan … flüster flüster) Und wenn der Schatz eine Oilskin Garnitur bekommt, dann muss aber dieses Jahr auch wirklich endlich der Wind & Wetterparka für mich entstehen. Sonst werd ich noch neidisch. Die Balance muss gewahrt werden. Ha! Zuerst gabs bzw. gibt es aber mal einen Anorak. Für den kleinen Helden. Und einen für mich. Balance! Eh schon wissen. *räusper* Man könnte mir natürlich stattdessen auch unterstellen ich würde schnell mal neidisch und damit läge man in diesem Fall wohl eventuell ein kleines bisschen richtig. Eigentlich wars aber umgekehrt. Die liebe Luzie von Lumali werkt gerade im Hintergrund mit Team an der Damenversion ihres grossartigen Anorakschnitts für Kinder.  Und weil ich mich sofort in meinen großen verliebt hatte musste auch …

Wickelhoodie

Wann bist du nur so groß geworden? Du gingst mir doch grade erst bis knapp übers Knie. Locken nicht mit einberechnet. Jetzt schießt du hoch wie ein junges Pflänzchen nach einem erfrischenden Regenschauer. Ganze 7cm in nur 2 Monaten. Da heissts nähen, nähen, nähen um die Garderobe up to date zu halten. Ich durfte Klimperkleins neues Buch „Nähen mit Jersey“ vorab testen und habe mich spontan in den Wickelhoodieschnitt verliebt. Die Schnitte im Buch gehen bis zu einer Größe von 164 cm und die Designbeispiele darin wurden aus exclusiven Stoffdesigns von Lila Lotta, Cherry Picking, Jolijou und by Graziela genäht. Ich habe jedoch für einen unifarbenen Sweat entschieden und anstatt der Bündchen grauen Vintagesweat verwendet. Die coolen Details an den Tascheneingriffen, die Kapuze, sprechen für sich und gefielen mir mit einem unaufgeregten Stoff noch besser. Schlicht, aber Besonders. Die Dreiecke an den Taschen sind aus Kunstleder, kleine Highlights sozusagen. Schnitt: aus dem neuen Klimperklein Buch. Das bekommt ihr HIER oder im ausgewählten Fachhandel oder Stoffladen Stoffe: von HIER Ach mein kleiner Großer, So gerne ich …